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25. September: Renningen und Tübingen

Renningen

Hurra, Hurra die VegetarierInnenquote hat sich erhöht. Mit Ferdinand und Beat bekam Emanuel zwei Mitstreiter an die Seite gestellt. Ansonsten gab es heute 3! Aktionen. Morgens in Tübingen Infostand mit Atomaktion. Nachmittags in Renningen mit Gesellschaftmemory und abends wieder Tübingen mit Kneipentour. Kritik gegenüber unserer Routenplanung sind wir übrigens immun. Jetzt übernachten wir die zweite Nacht bei Larissa. Morgen gibt es die letzten zwei Stopps in Ostfildern und Ludwigsburg und dann feiern wir hoffentlich ein super Ergebnis am Sonntag mit dem Agnieszka in den Bundestag einzieht, Schwarz-Gelb verhindert wird und wir drittstärkste Partei werden.

Larissa trat heute in ein sehr schönes Fettnäpfchen als sie Ilka der Grünen Tübinger Landtagsabgeordneten versuchte Grünen Flyer anzudrehen und sie zu überzeugen. Eine Premiere gab es als eine Gruppe von SchülerInnen für uns die Atomaktion machten. Dabei reagierte leider die FDP etwas verschnupft. Wahrscheinlich sind sie immer noch beleidigt weil ihnen die Financial Times keine Wirtschaftskompetenz bescheinigt. In Renningen trafen wir bei unserem Infostand Florian Hassler und Nina, die jüngste Stadträtin in BaWü. Cooles Personal für einen KV in dem sie gegen die schwarzen inkompetenten Windmühlen kämpfen müssen. Renningen konnte sogar Julia motivieren nachdem sie gestern in Schwetzingen ihren moralischen Tiefpunkt durchlief. Auf der Kneipentour abends in Tübingen zierten sich Ferdinand und Emanuel vor dem hemmungslosen verteilen, während Larissa doch einige Male in Diskussionen verstrickt wurde, Bennet die Tübinger Innenstadt vollgeklebt hat, Julia jedeN BarbesitzerIn für die Erlaubnis anquatschte und Beat jedem/r „Brause“ anbot. Die restlichen TeilnehmerInnen werden wohl noch Albträume  bekommen indem sie von Beat in einsamen Gassen überdimensionierte „Brause“ im Atomanzug angedreht bekommen.

Erfischend ist der Kleidungsstil unserer Direktkandidaten. Winne verteilte fleißig Flyer in seinem grünen Anorak und Florian in seiner stinknormalen Jeans, T-Shirt Kombi. Anzüge sind für SpießerInnen!

Hier noch das Zitat des Tages, welches während dem Bloggen entstand:

(im Hintergrund laufen die White Stripes)

Julia: „Ich mag die White Stripes voll.“

Beat: „Ich mag Musik voll“

Anmerkung: Alle anderen finden Musik nämlich sonst voll doof und kleben in der Stadt Aufkleber mit dem Text „Musik, Nein Danke ist nämlich sonst voll nervig,“ genauuuuuuuu. (IRONIE!!!).

Wir hoffen der Blogeintrag bildet nicht den qualitativen Tiefpunkt der Hochtour.

Also an alle: Bis 18.00 Uhr Sonntag sind die Wahllokale offen und wir können über unsere Zukunft entscheiden. Deswegen beide Stimmen Grün.

Green Revolution comes!

26. September 2009 at 02:07 Hinterlasse einen Kommentar

24. September: Mannheim

Mannheim

von Julia und Oli

8:00 Die Wecker klingeln gefühlte 20 verschiedene male.
8:05 Nachdem 5 Minuten lang keineR bereit ist aufzustehen, schwächelt Emanuel als Erster und geht duschen.
9:20 Aufbruch … die 5 Minuten länger schlafen haben sich gerächt wir müssen mit halbleeren Magen aufbrechen… Julia macht Druck.
10:00 Ettlingen … wir überfahren fast eine Oma auf dem Fahrrad, die wohl die StVO nicht kennt. Emanuel konnte grade noch ausweichen. Als Belohnung lotst uns der Altgrüne durch viel zu enge Gassen.  Komisch, der andere VW Bus hat gepasst.  ist seine Einschätzung… Tja, wir sind eben dicker. Emanuel fährt tapfer, wendet ständig und irgendwie kommen wir noch an. Ettlingen ist ein ziemlich verschlafenes, aber hübsches Städtchen. Mit meinem ABC-Anzug kann ich hier kaum schocken, auch die Flyerverteilung läuft nur schleppend an. Wir spielen wieder  Deutschland sucht das Endlager  (Emanuel ist ein Gott am Megaphon), ich als  Atomi  finde aber wieder keins. Wohin nur mit dem scharz-gelben Atommüll?
13:00 Langsam werden die Gassen voller, die Menschen freundlicher, aber wir müssen los. Allerdings besteht jetzt die Hoffnung, dass es vielleicht bald auch hier eine GJ geben wird … Wir expandieren ^^.
13:30 Wir Essen bei  De Pälzer Grill  … Emanuel als einziger Vegetarier hält die Fahne hoch, auch Julia isst vegetarische Pommes, der Rest pfeift sich eine Currywurst rein. Schande über uns!
15:00 Wir sind in Baden-Baden … In dem Ort war ich  mal als kleines Kind im Urlaub … Andere denken das wohl auch, jedenfalls gibt s dort einen Haufen Touristen: Deutsche, Franzosen, Engländer, Italiener…  Begrüßt werden wir allerdings von einem Rentner, der von uns möchte, dass wir alle Kultusminister mit Müll bewerfen bis sie ersticken, dann gibt es auch eine vernünftige Bildungspolitik. Ich glaube, unsere Einstellung dazu muss ich nicht erläutern. Ein guter Einstieg sieht jedenfalls anders aus. Die Touristen waren größtenteils ziemlich spießig und fanden unsere Aktionen gar nicht lustig. Dabei hatte uns die sehr aktive Grüne Jugend Baden-Baden kleine Atomfässer gebastelt, was bedeutete, dass ich einigen Fahrradkörben radioaktiven Müll mitgeben konnte. Auch ein Hund, von einer Altgrünen mitgebracht, der mit  Atomkraft-Nein Danke!  Ballons spielte, hatte nur mäßig Erfolg.
18:30 Abfahrt in Baden-Baden, es geht nach  Mannem . Auf der Fahrt wird ordentlich Michael Jackson und La Roux gehört und gesungen. Emanuel und ich haben eindeutig begnadete Kopfstimmen (Anm. von Julia: Naja.).
20:15 Ankunft in Mannheim. Der geliebte Heimatgeruch von Schokolade liegt in der Luft. Wir kaufen lecker Spagetti, Artischocken, Pilze, Tomatensauce etc. pp. Danach gehts zu mir nach Hause
21:00 Wir haben lecker gekocht … Allerdings haben Larissa und Julia jetzt wohl einen Schock fürs Leben. Weder meine Kochkünste, noch meine auf den Umständen basierende Ausweichlösung (abgießen im WC-Waschbecken, weil das andere voll mit dreckigen Geschirr ist) und das Suchen nach Besteck, Lappen und ähnlichem können sie von der Genialität meiner WG überzeugen. (Anm. von Julia: Das ist leicht untertrieben! Nachdem wir zunächst sämtliche Lebensmittel, von denen wir heute und morgen leben werden, einkaufen mussten, weil Oli nichts Zuhause hatte, wurden wir in eine Küche geführt, in der seit drei Wochen ungewaschene Teller stehen, die von der Menge her drei Monaten Großküchenbetrieb entsprechen (= alles steht voll). Danach erklären wir Oli, was wir kochen wollen: Spaghetti mit Tomatensauce und gedünstetem Gemüse. Oli:  Was ist gedünstet?  Danach übereicht er Larissa zum Zerschneiden der Aubergine ein Messer, das meiner Kinderkücheneinrichtung alle Ehre gemacht hätte. Nachdem wir irgendwie das Gemüse zerkleinert haben, setzen wir die Nudeln auf. Oli befördert 1 Kilo Spaghetti in einen Topf. Nach 2 Stunden kocht endlich das Wasser. Nachdem die Nudeln endlich, endlich fertig sind, suchen wir ein Sieb, in dem wir sie abgießen können. In der Spüle können wir das allerdings nicht tun, da dort das drei Wochen alte dreckige Geschirr vor sich hin gammelt. Also kommt Oli auf die Idee, die Spaghetti im Klo abzuseihen. Im Klo! Im Klo herrscht ein Geruch, den man nur aushält, wenn man die Maske unseres ABC-Waffenanzugs aufsetzt. Nachdem Oli die Spaghetti abgeseit hat, stellt er sie auf die heiße Herdplatte, damit sie noch schön knusprig werden… (Und das waren nur die Highlights…!))
Ein kurzer Besuch von Nico, und wir sind zum wöchentlichen, legendären Spieleabend eingeladen.
22:00 Auf zum Spieleabend … Es wird Werwolf gespielt. Ich bin Spieleleiter und tippe den Blogeintrag.  Hier oben im Partyraum wird heute auch genächtigt … Mein Zimmer kann ich Julia, Larissa und Dimitri ja nicht zumuten…

26. September 2009 at 02:03 1 Kommentar

16. September: Wangen und Ravensburg

Luftballon, Agnieszka, Felix

Von Felix

In Wangen und Ravensburg galt es für uns vor allem, unsere Spitzenkandidatin Agnieszka Malczak zu unterstützen. Unsere Atomaktion kam, wie überall auf dem Land, sehr gut an. Das liegt daran, dass die Leute hier noch Pilze sammeln gehen und um die Strahlung von Tschernobyl wissen. Auch daran, dass sie wissen, wie einfach aus Kuhmist Energie gewonnen werden kann. Und Scheiße explodiert nicht.

Genauso abgeneigt ist ein Großteil der ländlichen Bevölkerung der Gentechnik. Ich habe mich in Wangen mit zwei alten Landwirten unterhalten, die Honig verkaufen. Sie lachen nur über CDU-Vorschläge, einzelne Äcker für Gentechnik freizugeben. Bienen kennen keine Ackerbegrenzungen.

Genau deshalb wandelt sich die Stimmung im ländlichen Raum. Agnieszka bekommt immer mehr Sympathien von Menschen, die Landbau betreiben, von MilchbäuerInnen und ViehhalterInnen.

Deshalb hat es Spaß gemacht hier zu sein. Abends gab es noch eine Kneipentour mit der GJ Ravensburg, die vom Irish, übers Lüderitz bis ins passende GREENZ ging.

22. September 2009 at 12:43 Hinterlasse einen Kommentar

7. September: Stuttgart

Von Melanie

Nach einer langen, lustigen Fahrt von Berlin nach Stuttgart, sind wir endlich auf dem Schlossplatz angekommen. Dort wurden wir freudig von Sophie und Dennis begrüßt und auch gleich zum Stand geschickt. Beat, Kati und ich haben die Anti-Atom Aktion gemacht, bei der Beat in einem echten ABC-Anzug und Gasmaske durch die Innenstadt gelaufen ist. Bei der Frage ob jemand ein bisschen Plutonium bei sich lagern möchten, griffen erstaunlich viele zu den gelben Dosen. Leider mussten wir feststellen, dass es tatsächlich Menschen gibt die NICHT wissen was Atomkraft ist ( „Atomkraft???? Kann man das kaufen???“).

stuttgart3

Wir sind aber auch auf „Experten“ gestoßen die, die großen Energiekonzerne längst durchschaut haben, dass deren Ökostrom gar nicht sooo öko ist. Toll! Wenn man dann etwa eine halbe Stunde erzählt bekommt, dass man eh schon alles weiß, ist dies natürlich blöd. Ein junger Herr war ganz optimistisch und meinte, dass in einer Million Jahre, die Erde eh nicht mehr exsistiert und außerdem steht ein AKW 5km neben ihm und das ist voll ok. Denn wenn es explodiert kriegt er von den Folgen eh nichts mehr mit. Wir konnten viele zum Nachdenken anregen aber leider ist die Bildung über Atomkraft bei vielen als mangelhaft einzustufen. Zurück am Stand mussten andere GJ-lerInnen viel über sich ergehen lassen. Es war alles dabei : Rassisten. Marxisten, Pro-Atomler, Nix-Checker. Aber leider keine CDU oder FDPlerInnen, auf die wir uns doch so gefreut haben. Gegen 18 Uhr lagen die Nerven blank, da der Schlafmangel sich langsam aber sicher bemerkbar machte. Trotzdem mussten wir aber noch mit neuen Wahlkampfutensilien und neuen Leuten die Reise nach Tauberbischofsheim antreten. Nach Navi-Irrführungen sind wir um 21 Uhr dann doch endlich mal eingetrudelt. Buchladenhändler und Alt-Grüner Johannes Benz nahm uns in Empfang. Herr Benz bzw Johannes sieht wirklich aus wie ein Buchladenverkäufer :-)

Er freut sich junge Leute in seinem Dörfle zu haben. Wir mussten uns leider von Emanuel und Kai verabschieden, aber dafür sind jetzt Dominik, Christian und Beat am Start. Morgen auf ein Neues und

ALLE FÜR ALLOIS!!!

9. September 2009 at 01:41 Hinterlasse einen Kommentar


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