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Grüner Gegenwind
27. Septemberg 2009
Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Baden-Württemberg
Schwarz-Gelb wird starken grünen Gegenwind haben
Zu den Ergebnissen der Bundestagswahl erklärt die GRÜNE JUGEND Baden-Württemberg:
„Die Grünen sind auf Bundesebene so stark wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik und auch in Baden-Württemberg haben wir ein historisch gutes Ergebnis eingefahren. Dafür danken wir allen unseren Wählerinnen und Wählern und allen, die für grüne Politik geworben und begeistert haben. Starke Grüne sind ein starkes Signal für konsequenten Klimaschutz, Gerechtigkeit und den Schutz von BürgerInnenrechten“, so Agnieszka Malczak und Oliver Hildenbrand, Landesvorsitzende der GRÜNEN JUGEND Baden-Württemberg.
„Trotz der starken grünen Ergebnisse konnten wir eine schwarz-gelbe Mehrheit nicht verhindern. Laufzeitverlängerungen oder gar der Neubau von Atomkraftwerken, hohe Neuverschuldung auf Kosten der jungen Generation durch unhaltbare Steuersenkungen und eine Gesellschaft der sozialen Kälte sind drohende Folgen des Regierungswechsels. Wir wissen, wie wir in einem solchen Fall reagieren werden, Frau Merkel und Herr Westerwelle: Wir sehen uns auf der Straße wieder – zusammen mit UmweltaktivistInnen, sozialen Bewegungen und Gewerkschaften“, kündigt Oliver Hildenbrand, Landesvorsitzender der GRÜNEN JUGEND Baden-Württemberg, der schwarz-gelben Koalition den Kampf an. „Demonstrationen, Sitzblockaden und Flashmobs werden deutlich machen, dass ein großer Teil der jungen Generation nicht einverstanden ist mit dieser Regierungskonstellation. Die U-18 Wahlen haben deutlich gezeigt, wer für die Jugendlichen und Kinder in diesem Land das Sprachrohr ist und dieser Verantwortung werden wir gerecht werden!“
„Die Zeit der Volksparteien SPD und CDU ist vorbei,“ quittiert Agnieska Malczak, Landesvorstizende der GRÜNEN JUGEND Baden-Württemberg und Bundestagskandidatin der Grünen, das Wahlergebnis. „Es zeigt sich, dass nur die kleinen Parteien in diesem Wahlkampf dazugewinnen konnten. Sowohl CDU als auch SPD haben zum Teil drastisch verloren und müssen sich ernsthaft fragen, was sie tun wollen, um nicht noch unattraktiver zu werden,“ so Malczak weiter.
Erschrocken zeigten sich Malczak und Hildenbrand angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung: „Schuld daran ist unter anderem der Mangel an Perspektiven für die Menschen in unserem Land. Die großen Parteien waren primär auf Machtkonsolidierung aus und ließen Visionen und Konzepte für die Zukunft vermissen. Der lahme Wahlkampf der ehemaligen Koalitionspartner CDU und SPD hat Sachfragen beinahe völlig ausgeklammert. So kann man Menschen nicht überzeugen oder gar mitreißen.“
Weitere Infos finden sich im Internet unter www.gjbw.de.
16. September: Wangen und Ravensburg

Von Felix
In Wangen und Ravensburg galt es für uns vor allem, unsere Spitzenkandidatin Agnieszka Malczak zu unterstützen. Unsere Atomaktion kam, wie überall auf dem Land, sehr gut an. Das liegt daran, dass die Leute hier noch Pilze sammeln gehen und um die Strahlung von Tschernobyl wissen. Auch daran, dass sie wissen, wie einfach aus Kuhmist Energie gewonnen werden kann. Und Scheiße explodiert nicht.
Genauso abgeneigt ist ein Großteil der ländlichen Bevölkerung der Gentechnik. Ich habe mich in Wangen mit zwei alten Landwirten unterhalten, die Honig verkaufen. Sie lachen nur über CDU-Vorschläge, einzelne Äcker für Gentechnik freizugeben. Bienen kennen keine Ackerbegrenzungen.
Genau deshalb wandelt sich die Stimmung im ländlichen Raum. Agnieszka bekommt immer mehr Sympathien von Menschen, die Landbau betreiben, von MilchbäuerInnen und ViehhalterInnen.
Deshalb hat es Spaß gemacht hier zu sein. Abends gab es noch eine Kneipentour mit der GJ Ravensburg, die vom Irish, übers Lüderitz bis ins passende GREENZ ging.
